Behandlungen/
Therapien

Infusionstherapie
Injektionstherapie



Infusionstherapie

Unter einer Infusionstherapie versteht man die Verabreichung steriler Lösungen zum Ausgleich von Flüssigkeits- oder Volumendefiziten bei größeren Verlusten von Körperwasser oder Blut und damit zur Aufrechterhaltung existenzieller Körperfunktionen.

Hauptursache für die Flüssigkeits- verluste, so genannte "Dehydratation" ist eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, da mit dem Alter das Durstgefühl nachlässt und das Trinken oft einfach vergessen wird. Aus verschiedenen Gründen besteht auch bei Kindern ein erhöhtes Risiko.

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  So haben Kinder eine verhältnismäßig große Körperoberfläche, wodurch Flüssigkeit leichter verdunsten kann. Aber auch durch Unfälle oder unter Operationen - vor allem bei größeren OPs sowie bei Durchfall und Verbrennungen gehen Körperwasser und Blut verloren.

Flüssigkeitsdefizit können mit intrave- nösen Infusionen von kristallinen Lösungen (wie beispielsweise Elektro- lytlösungen, die Wasser und Elektrolyte wie Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium enthalten) behandelt werden. Zum Ersatz des Blutvolumens können kolloidale Lösungen wie z.B. Dextran-, Hydroxyethylstärkepräparate verwendet werden. Diese Infusions- lösungen auf der Basis von Mais- oder Kartoffelstärke binden Wasser im Blutgefäßsystem und können auf diese Weise Blutverluste kompensieren.

Ist eine längerfristige Anwendung, eine parenterale Ernährung, die Verab- reichung venenreizender Medikamente (Natriumbicarbonat, Kaliumlösung) beabsichtigt, ist ein zentraler Venen- katheter (ZVK) indiziert, dessen Spitze in einer zentralen Vene zu liegen kommt. Der Portkatheter, der zur Chemotherapie genutzt wird, ist eine Sonderform des ZVKs.



Injektionstherapie

Die Injektionstherapie spielt u. a. bei der Behandlung des Bewegungsapparates neben anderen Therapien (Physio- therapie, Manualmedizin, Pharmako- therapie, Orthesen, operative Interven- tionen usw.) eine wichtige Rolle. Injiziert wird in Muskeln, Sehnenscheiden, Gelenke, Bursae, Periost und Haut.

Injektionstherapie hat im Vergleich zur oralen Therapie eine schnellere und zuverlässigere Wirkung sowie mengen- mässige Einsparung der Medikamente. In vielen Fällen ist eine Injektionstherapie auch wesentlich kostengünstiger als andere Behandlungsformen.

Die Risiken der Injektionstherapie sind bei korrekter Technik gering, müssen aber beachtet werden: Infektionen, Verlet- zungen wichtiger Strukturen (Blutge- fässe, Nerven, Sehnen, Pleura, Knorpel),

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  aseptische Knochennekrosen nach intraartikulären Kortikosteroid-Injekionen, Kristallsynovialitis, lokale Kortikosteroid-Nebenwirkungen (Sehnenrupturen, Hautatrophien) und systemische Steroid-Nebenwirkungen (Diabetes mellitus, Flush, Schlafstörungen usw.).

Injiziert werden folgende Medikamente: Lokalanästhetika, Viskosupplementa- tionsmittel, wasserlösliche und kristalline Kortikosteroide.

Gelenkpunktionen und Injektionen sind indiziert bei nichtinfektiösen entzünd- lichen Gelenkveränderungen mit Gelenk- ergüssen (Arthritis, gereizte Arthrose). Bei Gelenkinfektionen, Gerinnungsstö- rungen und Diabetes mellitus dürfen Injektionstherapie nicht angewendet werden.