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Erweiterte
Vorsorge- untersuchungen
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Brustkrebs ist in den westlichen Industrieländern die
häufigste bösartige Erkrankung der Frau. In den
letzten 20 Jahren haben die Erkrankungsfälle stetig um
1-2 % im Jahr zugenommen, so dass mittlerweile jede 9.-10.
Frau in Deutschland an Brustkrebs im Verlauf ihres Lebens
erkrankt. Die Erkrankung tritt gehäuft zwischen dem 45.
und 70. Lebensjahr auf, jedoch steigt der Anteil der jüngeren
Frauen (jünger als 40 Jahre) und liegt mittlerweile bei
ca. 35% aller Brustkrebserkrankungen.
| Deshalb empfehlen wir allen Frauen die
jährliche Brustuntersuchung mit Ultraschall ab
dem ca. 30. Lebensjahr. |
Mit hochauflösender Ultraschall-Technik erfolgt die Mamma-Sonographie
zur Früherkennung von Brusterkrankungen. Dabei werden
beide Brüste sowie beide Achselhöhlen mit einer
Ultraschallsonde nach einem vorgegebenen Schema untersucht,
um mögliche Veränderungen darzustellen. Neben der
Erkennung eines Tumors oder Knotens kann im Ultraschall auch
die Konsistenz des Knotens (fest oder flüssig) beurteilt
werden.
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So kann
mit Hilfe der Ultraschall- untersuchung besser zwischen verschiedenen
Brusterkrankungen, wie zum Beispiel einem soliden Tumor oder
einer wassergefüllten Zyste, unterschieden werden. Anschließend
kann eine Zyste zur weiteren Diagnostik unter sonographischer
Kontrolle mit einer feinen Nadel punktiert und die entnommene
Flüssigkeit histologisch untersucht werden. Liegt ein
fester Knoten vor, wird häufig eine Gewebeprobe (Biopsie)
unter sonographischer Kontrolle entnommen oder bei Verdacht
auf Brustkrebs anschließend eine Mammographie durchgeführt.
Besonders wichtig ist die Ultraschall- untersuchung bei bindegewebsdichten
Brüsten, da hier eine Beurteilung mittels Röntgenbild
nur sehr eingeschränkt möglich ist.
Die Vorteile der Mammasonographie liegen in der schmerzlosen
Durch- führbarkeit, sowie in der guten Identifikation
von Veränderungen in der Brustdrüse ohne Strahlenbelastung.
Nachteilig ist, dass mikroskopisch kleine Veränderungen
bedingt durch technische Gegebenheiten nicht erkannt werden
können. |
Nicht jede Veränderung der inneren Genitale ist tastbar.
Zur optimalen Vorsorge empfehlen wir Ihnen deshalb die Sonographie
der inneren Genitale.
Die Gynäkologische Ultraschallunter- suchung wird ist
eine etablierte Methode zur Beurteilung der Organe im kleinen
Becken. Zu untersuchende Strukturen sind die Gebärmutter
(Uterus) und die Eierstöcke (Ovarien). Die Ultraschall-
untersuchung der inneren Organe des weiblichen Beckens kann
transabdominal (über die Bauchdecke mit sehr gut gefüllter
Blase) und transvaginal bei leerer Blase durchgeführt
werden. Die Vaginalsonographie erlaubt i.a. eine bessere Darstellung.
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Dadurch
lassen sich frühzeitig Veränderungen an den Eierstöcken
(Zysten oder Tumorbildung) und der Gebärmutter (Polypen,
Myome oder Schleimhautveränderungen) erkennen.
Gynäkologische Sonographie dient ferner zur Abklärung
gynäkologischer Beschwerden, klinischer Befunde oder
unklarer Untersuchungsergebnisse am inneren Genitale, zur
Organzuordnung und Differentialdiagnose sowie zur Beurteilung
pathologischer Befunde (entzündlich, neoplastisch, degenerativ
u. a.), zur Unterstützung einer adäquaten Therapieplanung
(abwarten-de konservative Behandlung, Punktion, Operation)
und der Kontrolle bei der Ausführung eines Eingriffs
(Punktion, Biopsie). |
Nach aktuellen Erkenntnissen sind Humanen Papillomviren (HPV)
verant- wortlich für die Entstehung von Genitalwarzen
sowie für die Ausbildung von Gebärmutterhalskrebs.
Die Testung auf HPV erfolgt durch einen schmerzlosen Abstrich
vom Muttermund in Kombination mit dem üblichen zytologischen
Abstrich. So lässt sich Ihr persönliches Risiko,
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an Gebärmutterhalskrebs
zu erkranken, besser einschätzen und durch engma- schigere
Kontrollen zu reduzieren.
Zusammen mit dem zytologischen Abstrich oder auch so genannten
Dünnschicht-Zellabstrichen (Thin-Prep) stellt der HPV-Test
eine optimale Möglichkeit der Krebsfrüherkennung
dar. Durch vorbeugende Impfungen kann man sich davor wirksam
schützen (Impfungen). |
Der routinemäßig durchgeführte Krebsabstrich
vom Muttermund (sog. PAP-Test) wird seit über 50 Jahren
zur Früherkennung des Gebärmutterhals- krebses erfolgreich
eingesetzt. Mit Entwicklung des Thin-Prep-Testes ist es gelungen,
durch spezielle Abstrich- bürstchen und Konservierungsverfahren
nahezu alle abgenommenen Zellen präziser zu untersuchen,
als dies bisher möglich war.
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So hat
der Thin-Prep-Test eine deutlich höhere Aussagekraft
und Sicherheit als der herkömmliche PAP-Test. Der Thin-Prep-Test
ist besonders bei Frauen mit Vorerkrankungen, HPV-Infektionen
oder unklaren Befunden eine sinnvolle Ergänzung. |
Als IGel werden verschiedene Tests zur optimierten Darmkrebs-
Vorsorge angeboten. Chemische Tests (Testbriefchen) sind relativ
störanfällig: Falsch positive Reaktionen sind möglich,
z. B. durch tierische Blutspuren (Fleisch, Wurst), manche
Gemüse oder Medikamente, aber auch falsch negative Reaktionen
durch z. B. Vitamin C.
Der neue immunologische Test auf Blut im Stuhl weist dagegen
mit spezifischen Antikörpern ausschließlich den
menschlichen roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) nach. Ein
zweiter Testansatz erfasst den so genannten Hämoglobin-Komplex,
in welchem das Hämoglobin vor schnellem Abbau im Darm
geschützt wird.
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Die gleichzeitige
zusätzliche Unter- suchung auf den Hämoglobin- Komplex,
in dem das Hämoglobin vor schnellem Abbau im Darm geschützt
wird, soll die Empfindlichkeit des immunologischen Tests noch
steigern und bewirken, dass auch höher gelegene (rechtsseitige)
Blutungsquellen erfasst werden können. Gegenüber
bisherigen Verfahren bietet dieser neue Test eine Reihe wesentlicher
Vorteile wie z.B. hochsensitiv zum Nachweis von Dickdarmkrebs
(auch bei frühen Stadien), keine Diät vor Stuhlgewinnung
und die mögliche Erfassung höher gelegener Blutungsquelle.
Es ist zu empfehlen, den Test ab dem 45. Lebensjahr, als Vorsorge
bei symptomlosen Patienten ohne familiäre Belastung,
mindestens einmal jährlich durchführen zulassen. |
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